Hauk beim Handwerk

  • Unser Bild zeigt von v.l.n.r. vordere Reihe: 1.Bürgermeister Dr. Stefan Köhler, Ulrich Müller MdL, Peter Hauk MdL, Kreishandwerksmeister Christof Binzler, Geschäftsführer Georg Beetz, Wirtschaftsförderung Manfred Häberlein, Obermeisterin Annette Beine, sowie die Obermeister der Innungen

Keine Narrensuppe, sondern ein zünftiger Imbiss der Bäcker- und Metzger-Innung erwartete den Vorsitzenden der CDU Landtagsfraktion, Peter Hauk und den ehemaligen Verkehrsminister Ulrich Müller bei ihrem Besuch in der Kreishandwerkerschaft Bodenseekreis. Das Arbeitsessen des Kreishandwerksmeisters Christof Binzler und der Innungsobermeister mit den beiden CDU Politikern war dann auch ein konstruktiver und sachlicher Gedankenaustausch zu aktuellen Themen in Politik, Handwerk und Gesellschaft. So sprach Christof Binzler in seiner Begrüßung als erstes die derzeitige Entwicklung im Bereich Handwerkernachwuchs und Fachkräftemangel an. Die Zahl der Auszubildenden hat im Kammerbezirk Ulm 9,7 % abgenommen und damit mehr als im Landesschnitt. Gerade weil das Handwerk derzeit gut ausgelastet sei, eine fatale Entwicklung. Er forderte deshalb nicht nur eine höhere Wertschätzung für die Berufe im Handwerk, sondern auch ein Bildungssystem, das eine stärkere Berufsorientierung beinhaltet und gleichermaßen auf duale wie akademische Bildung hinführt. Als kontra produktiv bezeichnete er in diesem Zusammenhang auch die Abschaffung des Meisterzwanges in gewissen Bereichen. Dies führe sowohl zu einer sinkenden Ausbildungsbereitschaft in den Betrieben wie in der Folge zum Qualitätsverlust bei den zu erbringenden Leistungen.

Der Besuch erfolgte Zweifels ohne in einer Zeit, da es dem Handwerk gut gehe. Gleich wohl gebe es Bereiche, die in eine falsche Richtung marschieren. So haben z. B. die aktuellen Befreiungstatbestände bei der EEG-Umlage  dazu geführt, dass Großmetzgereien und Großbäckereien von dieser Umlage befreit werden, während der Handwerksbäcker / -metzger damit belastet werde. Eine unerträgliche Wettbewerbsverzerrung, die den ländlichen Raum treffe und den Konzentrationsprozess im Lebensmittelbereich beschleunige.

Als unerfreulich bezeichnete es Binzler auch, dass sich Bund und Länder nicht auf steuerliche Erleichterungen bei der Altbausanierung verständigen konnten. Dies sei umso unverständlicher, als gerade die eingeleitete Energiewende ohne solche Impulse kaum zu schaffen sei.

Mit großem Interesse nahmen die beiden CDU-Abgeordneten, Peter Hauk MdL und Ulrich Müller MdL, die Ausführungen und Forderungen des Handwerks auf. „Auch wir sehen die Entwicklungen, vor allem in der Bildungspolitik mit großer Sorge. Unser bewährtes Bildungssystem war stets darauf ausgelegt, die jungen Menschen nach ihren Fähigkeiten so auszubilden, dass sie für den beruflichen Alltag fit waren. Die Bildungspläne der grün-roten Landesregierung konterkarieren alles, was wir in langen Jahren, gemeinsam mit der Wirtschaft und dem Handwerk aufgebaut haben“, erklärte Peter Hauk. Besonders erschreckend sei, dass die neue Landesregierung den Königsweg nur noch im Abitur sehe. Eine solche Planung sei fatal und könne nicht hingenommen werden.

Auch die Sorge, das Image des Handwerks in der Gesellschaft sinke immer weiter, nahmen Hauk und Müller auf. „Baden-Württemberg braucht auch zukünftig das Handwerk. Durch seine solide und nicht wegzudenkende Arbeit erbringt das Handwerk Dienstleistungen, die wir auch künftig brauchen. Ihre Arbeit verlangt höchste Anerkennung“, betonten Hauk und Müller.

Der 1. Bürgermeister Friedrichshafens,  Dr. Stefan  Köhler bekannte sich eindeutig zum Handwerk als wichtiges Standbein der Wirtschaft und betonte, dass die Investitionen Friedrichshafens in den kommenden Jahren stabil bleiben könnten, was auch eine stabile Auftragssituation bedeute.

In der Diskussion hatte Jörg Waldvogel, Obermeister der Bau-Innung Bodenseekreis einen ganz anderen „Schmerz“: Aufgrund fehlender Richtlinien in anderen EU Ländern, habe die EU Kommission eine Zahlungsverzugsrichtlinie auf den Weg gebracht, die innerhalb der EU gewisse Mindeststandards regeln solle. Sofern diese für Deutschland übernommen würden, bedeute dies eine eklatante und nicht hinnehmbare Verlängerung von Zahlungszielen. „Wenn das so kommen würde, kann dies nicht wenige Betriebe in die Insolvenz treiben und ist deshalb unnötig wie ein Kropf“, so Waldvogel. Die beiden Politiker sagten zu, die Angelegenheit auf Bundesebene einzubringen.

Wenn es um die gemeinsame Werbung für das Handwerk, das duale Ausbildungssystem mit offener beruflicher Orientierung geht, waren sich die Beteiligten darin einig, dass hier mehr getan werden müsse. Die CDU Landtagsfraktion werde dazu Initiativen entwickeln so Hauk abschließend.

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